Am Anfang war der Bugholzstuhl – wie ein Material und ein Gedanke bis heute ein Unternehmen prägen
Unsere Geschichte beginnt mit dem Wirken des Kunsttischlers Michael Thonet. Seit dieser 1819 seine erste Werkstatt in Boppard am Rhein gründete, steht der Name Thonet für Qualität, Innovation und eine klare Ästhetik. Ein Blick auf den Werdegang unseres Unternehmens zeigt eindrucksvoll, wie ein einziger Gedanke durch die Jahrhunderte hinweg Bestand haben kann – und als Inspirationsquelle in zukunftsweisenden Ideen weiterlebt.
In den 1830er Jahren experimentierte Michael Thonet mit in Leim gekochten Furnierstreifen, bis ihm nach mehreren Jahren die Erfindung der „Möbel aus gebogenem Holz“ gelingt. Als Fürst Metternich auf die Begabung des rheinischen Tischlers aufmerksam wurde, holte er diesen 1842 nach Wien. Hier verrichtete Thonet zusammen mit seinen Söhnen zunächst Parkett- und Möbelarbeiten im Palais Liechtenstein und Palais Schwarzenberg, bis er mit dem Sessel Nr. 4 für das Café Daum am Kohlmarkt in Wien die Schwelle zum Kaffeehaus überschritt. Mit dem neuartigen Möbelstück wurde dieser Stuhltypus schon bald Teil der Wiener Kaffeehauskultur und legte den Grundstein für das, war wir heute „Projektgeschäft“ nennen: Möbel für öffentliche Räume zu produzieren.
Thonet und das Bauhaus
Mit der Krise der bürgerlichen Ideale im Ersten Weltkrieg kam verstärkt der Wunsch nach einer nüchternen, funktionalen Bauweise. Als Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ erklärten die Architekten des Bauhauses Michael Thonets Prinzip, Form und Material auf das Wesentliche zu reduzieren, zu ihrer Leitlinie. Thonets Bugholzentwürfe aus dem 19. Jahrhundert, darunter der Kaffeehausstuhl 214 (Nr. 14), waren die ersten in Serie gefertigten Möbel und so Symbol des industriellen Standards sowie Ausdruck des modernen Geistes. Es überrascht daher nicht, dass Ende der 1920er Jahre das seinerzeit neuartige Stahlrohr bald zum beliebten Material der Bauhaus-Architekten wurde. In dieser Zeit behauptete sich Thonet ein weiteres Mal als Meister der gebogenen Formen und besiegelte seine Spitzenposition bei der Entwicklung innovativer Sitzmöbel, zu denen auch der revolutionäre „Freischwinger“ zählte. In den 1930er Jahren wurde das Unternehmen zum führenden Hersteller von Möbeln aus Stahlrohr.
Marcel Breuer und Thonet
1925 gestaltete Marcel Breuer am Bauhaus Metallmöbel für unterschiedliche Einsatzbereiche. In diesem Zusammenhang entstand der Hocker B 9 für die Kantine, der später als Satztisch auch in den Studentenapartments und Meisterhäusern in Dessau seinen Einsatz fand und noch heute Teil des Thonet-Portfolios ist. Der B 9 ist in vier Grössen erhältlich und eignet sich für alle Lebensbereiche: Wohnen, Essen, Schlafen und Arbeiten. 1926/1927 gründete Marcel Breuer zusammen mit Kálman Lengyel die Firma „Standard Möbel“, um seine Entwürfe für die Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung“ in Stuttgart-Weissenhof herzustellen. Im selben Jahr stiess Anton Lorenz dazu und baute ein Netz von Nutzungsrechten für die neuen Stahlrohrmöbel auf. Die Firma produzierte die avantgardistischen Möbel ohne bestehende Nachfrage, der Erfolg blieb aus.
214
Der berühmte Kaffeehausstuhl ist eine Ikone
Der berühmte Kaffeehausstuhl ist eine Ikone und gilt bis heute als das gelungenste Industrieprodukt der Welt: Mit ihm begann die Geschichte des modernen Möbels. Basis war eine neue Technik, das Biegen von massivem Holz, das Michael Thonet in den 1850er Jahren perfektionierte und damit eine Serienfertigung überhaupt erst möglich machte. Und es gab eine geniale Vertriebsidee: In einer Kiste mit einem Kubikmeter wurden 36 zerlegte Stühle verpackt, in die ganze Welt geschickt und vor Ort montiert. Mit seiner klaren reduzierten Ästhetik findet dieser Klassiker seit über 150 Jahren in unterschiedlichsten Umgebungen seinen Platz. Produziert wird er in unserem Werk in Frankenberg.
Ohne Armlehnen, Rücken offen oder mit Rückenteil (215). Sitze und Rückenteil mit Rohrgeflecht bespannt oder bezogen mit Leder oder Stoff. Sitze auch als Sperrholz Muldensitz erhältlich. Alle Holzteile in Buche gebeizt. Wird auch in Ausführungen „Pure Materials“ gefertigt.
209
Dieser elegante Bugholz-Klassiker ist ein Meisterwerk
Dieser elegante Bugholz-Klassiker ist ein Meisterwerk in Konstruktion und Fertigung: der ausladende Bügel, der Rücken- und Armlehne zugleich bildet, wird in einem Stück aus massivem Buchenholz in seine Form gebogen. Wie das Urmodell der Bugholzstühle, Modell Nr. 214, besteht der 209 ebenfalls nur aus sechs Teilen. Durch seine ästhetische Reduktion in Verbindung mit der organischen Form wirkt er fast wie eine Skulptur. Der Schweizer Architekt Le Corbusier war davon begeistert und setzte ihn in vielen seiner Gebäuden ein, u.a. in der Weissenhof-Siedlung in Stuttgart 1927. Er bestätigte, dass dieser Stuhl „Adel besitzt“. Produziert wird er in unserem Werk in Frankenberg.
Rücken offen oder mit Rückenteil. Sitze und Rückenteil mit Rohrgeflecht oder bezogen mit Leder oder Stoff. Sitze auch als Sperrholz Muldensitz erhältlich. Holzteile in Buche gebeizt. Wird auch in Ausführungen „Pure Materials“ gefertigt.
233
Dieser Bugholz-Klassiker erschliesst seine Besonderheiten auf den zweiten Blick
Allen bekannt und bestens vertraut – dieser Bugholz-Klassiker erschliesst seine Besonderheiten auf den zweiten Blick: Die Armlehnen sind harmonisch in das verbreiterte Rückenteil integriert, zwei geschwungene Bugholz-Elemente verbinden die Lehnen mit dem Sitz. Sie sorgen für Stabilität und bieten zugleich eine gewisse Flexibilität, so sitzt man auf diesem Stuhl sehr bequem. Deshalb wurde er um 1900 in zahlreichen Restaurants und Cafés auf der ganzen Welt eingesetzt. Wir fertigen das Original in bewährter Thonet-Qualität.
Holzteile in Buche gebeizt. Sitz mit Rohrgeflecht*, Sperrholz-Muldensitz oder gepolstert und mit Leder oder Stoff bezogen. Wird auch in Ausführungen „Pure Materials“ gefertigt.
218
Der berühmte Bistrostuhl ist eine Ikone
Im Jahr 1876 erstmals produziert, kehrt das Modell Nr. 18 mit der markanten „Haarnadel“ im Rücken in klarer und reduzierter Ästhetik als 218 ins Thonet-Portfolio zurück. Neben dem Sessel Nr. 14 und dem Sessel Nr. 56 gehörte der Nr. 18 zu den meistverkauften Modellen der Thonet-Produktion. Der sogenannte „Exportsessel“ der Gebrüder Thonet wurde vielfach für den Einsatz in Restaurants und Cafés verkauft – vor allem nach Südamerika. 36 Stühle passten, montiert in Einzelteile, in eine Seekiste: So konnte der Stuhl problemlos und in grossen Stückzahlen auf lange Reisen geschickt werden. Nun wird der 218 – ehemals Nr. 18 – wieder in Frankenberg produziert.
Erhältlich ist das Modell 218 ohne Armlehnen neben einem Sitz aus Rohrgeflecht* auch mit Leder- oder Stoffbezug und einem Sperrholz-Muldensitz. Alle Holzteile sind aus gebeizter Buche.
204

Bei diesem Klassiker unter den Barhockern trifft Bugholz auf Stahlrohr
Bei diesem Klassiker unter den Barhockern trifft Bugholz auf Stahlrohr. Die Beine des Hockers werden in traditionellem Biegeverfahren aus Buchenholz gefertigt, während ein Ring aus Stahlrohr dem Hocker zusätzliche Stabilität verleiht und als Fussstütze für höheren Sitzkomfort sorgt. Die runde Sitzfläche ist als geschmeidiger Muldensitz oder in gepolsterter Version erhältlich. Das robuste Holz und der widerstandsfähige Bezugsstoff machen den 204 zu einem alltagsfähigen und geselligen Begleiter, ob zu Hause oder in der Gaststätte.
Holzteile in Buche gebeizt. Sitz mit Rohrgeflecht, Sperrholz-Muldensitz oder gepolstert und mit Leder oder Stoff bezogen.
S 32 / S 64

Die zeitlos schönen Stahlrohr-Freischwinger S 32 und S 64
Diese Entwürfe sind die wohl bekanntesten und am meisten produzierten Stahlrohr-Klassiker. Ihr wichtigstes Merkmal ist die ausgereifte konstruktive Form und die geniale ästhetische Verbindung von Stahlrohr, Holz und Rohrgeflecht. Der Entwurf fällt in Breuers fruchtbare Berliner Jahre 1928 bis 1931, in denen er, am Bauhaus ausgeschieden, sich als Architekt und Innenarchitekt selbständig machte und eine Reihe grossartiger Interieurs realisierte und zahlreiche Möbel entwarf. Thonet produziert diese Modelle seit 1930. Durch die ästhetische Reduktion und Klarheit passen sie in viele Bereiche: Konferenz, Wartezonen, Restaurants und in die Wohnung.
Ohne (S 32) und mit Armlehnen (S 64). Gestell Stahlrohr verchromt oder farbig lackiert. Holzteile in Buche gebeizt. Bespannung mit Rohrgeflecht mit transparentem, stabilem Kunststoffstützgewebe, Netzgewebe oder gepolstert und mit Leder oder Stoff bezogen. Die Polstervariante wird auch in Ausführungen mit „Pure Materials“ gefertigt. Zudem eine Variante mit Netzgewebe in schwarz mit Holzteilen in Nussbaum geölt. Die Unterseite der Rückenlehne wird von Hand genäht.
S 33

Ein Meisterstück aus dem Jahr 1926: der S 33 und S 34
Diese Stühle sind die ersten Freischwinger der Möbelgeschichte. Sie wurden 1927 in der Weissenhof-Siedlung in Stuttgart zum ersten Mal eingesetzt. Ab 1925 experimentierte Mart Stam mit Gasleitungsrohren, die er mit Flanschen verband, und entwickelte daraus das Prinzip frei kragender Stühle, die nicht mehr auf vier Beinen ruhten. Damit war ein Konstruktionsprinzip geschaffen, das in seiner formalen Zurückhaltung zu einem wichtigen Baustein in der Geschichte des modernen Möbeldesigns wurde. Stam kam es zu Beginn noch nicht auf den federnden Effekt des gebogenen Stahlrohrs an, sondern auf die klare Form, die perfekt in die modernen Gebäude dieser Zeit passten.
Ohne (S 33) oder mit Armlehnen (S 34). Gestell Stahlrohr verchromt. Bespannung mit vollnarbigem Kernleder oder mit Kunststoff-Netzgewebe in Schwarz, Weiss oder Silber. Armauflagen in Massivholz Buche oder Elastomerkunststoff schwarz.
Wird auch in „Pure Materials“-Ausführungen mit Büffelleder gefertigt.
Mit „ThonetProtect®“-Oberfläche für die Gestelle und UV-beständigem Netzgewebe (Ausführung „Thonet All Seasons“), auch variabel für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar. Armauflagen aus Iroko, Elastomerkunststoff oder Netzgewebe. Zusätzlich Kissenauflage bestehend aus Sitzkissen und Rückenkissen.
S 35

Frei schwingender Stahlrohrsessel nach dem Konstruktionsprinzip einer einzigen durchgehenden Linie
Dieser komfortable Klubsessel wurde 1930 im Pariser Grand Palais als ein Beitrag des Deutschen Werkbundes vorgestellt. Marcel Breuer hatte, gemeinsam mit Walter Gropius und Herbert Bayer, diese Premiere zeitgenössischer deutscher Möbelproduktion in Frankreich ausgerichtet. Mit S 35 ist es ihm gelungen, alle Funktionen eines frei schwingenden Stahlrohrsessels in der Konstruktion einer einzigen durchgehenden Linie aufzunehmen. Dadurch entstand eine Dopplung des Freischwinger-Effekts, denn die unabhängig vom Sitz federnden Armlehnen balancieren das Schwingen des nach hinten auskragenden Sitz- und Rückengestells aus. Dazu gibt es einen passenden Fusshocker.
Gestelle Stahlrohr verchromt. Sitz, Rücken und Hocker mit schwarzem vollnarbigem Kernleder, braunem Büffelleder oder Kuhfell. Armauflagen in Buche gebeizt oder Nussbaum geölt. Mit „ThonetProtect“-Oberfläche für die Gestelle und UV-beständigem Netzgewebe (Ausführung „Thonet All Seasons“) auch variabel für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar. Armauflagen aus Iroko. Zusätzlich Kissenauflage.
Thonet All Seasons
Draussen zu Hause
Mit unserer Kollektion „Thonet All Seasons“ für drinnen und draussen geben wir unseren Stahlrohrklassikern die Gelegenheit, sich bei jedem Wetter zu präsentieren. Dazu geben wir ausgewählten Ikonen aus der Bauhaus-Zeit, darunter den Stühlen S 33 und S 34 von Mart Stam, dem Beistelltisch B 9 oder auch dem Loungesessel S 35 von Marcel Breuer sowie dem Freischwinger S 533 von Ludwig Mies van der Rohe, einen neuen Anstrich und machen sie dank einer speziellen Technologie zu wetterbeständigen Begleitern auch im Aussenbereich. Die Modelle sind flexibel gestalt- und einsetzbar, nicht zuletzt aufgrund der breiten Palette aus unterschiedlichen Gestell- und Gewebefarben, die individuell miteinander kombiniert werden können. Ob bei Sonne oder Regen, auf der Terrasse, im Wintergarten oder im heimischen Esszimmer – unsere neue Kollektion bleibt bei jeder Jahreszeit ein echter Hingucker.
Warum denn nicht auch draussen? Wir sind der Meinung: Was im Wohnraum für entspannte Sitzmomente sorgt, kann dies auch unter freiem Himmel. Mit „Thonet All Seasons“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die liebsten Stahlrohr-Klassiker einfach mit in den Garten oder auf die Terrasse zu nehmen. Ausgestattet mit Tischplatten aus Sichtbeton oder Vollkernschichtstoff sowie einer innovativen, farbigen „ThonetProtect“-Oberfläche für die Gestelle, die ebenso wie das Netzgewebe der Garnitur UV-beständig ist, sind unsere neuen Ausführungen besonders langlebige Gefährten.
Farbe bekennen! Die Modelle der Kollektion „Thonet All Seasons“ bieten wir in einer Reihe ausgewählter Farben an – die Selektion haben wir nicht dem Zufall überlassen: Die Skala für die Gestelle aus der Farbkollektion „Classics in Colour “ umfasst sieben Töne und orientiert sich zum einen an der Farbenlehre des Bauhauses, zum anderen am Farbkreis Johannes Ittens. Zusätzlich erlauben zwölf darauf abgestimmte Nuancen für das Netzgewebe eine Vielzahl an Variationen. Warum nicht einmal ein tomatenrotes Gestell mit moosgrünem Gewebe kombinieren?
Die bereits bestehenden Outdoor-Modelle der Kollektion S 40 / S 1040 werden in unsere Kollektion „Thonet All Seasons“ integriert. Den Gartentisch S 1040 gibt es ebenfalls mit einer Platte aus Vollkernschichtstoff sowie mit den farbig beschichteten Gestellen. Neben diesen Möbeln umfasst das Programm die klassischen Freischwinger-Modelle S 33, S 34 (Mart Stam) und S 533 (Ludwig Mies van der Rohe), die Beistelltische B 9 (Marcel Breuer) und B 97 (Thonet Design Team) sowie den Loungesessel S 35 (Marcel Breuer). Farblich abgestimmte Kissen und Auflagen für die Sitzmöbel runden die Serie „Thonet All Seasons“ ab.
ThonetProtect®
Die spezielle Oberfläche „ThonetProtect®“- rüstet die Gestelle unserer „Thonet All Seasons“-Kollektion für jeden Outdoor-Einsatz. Diese aufwendige Beschichtung ist nach der Salzsprühnebelprüfung DIN EN ISO 9227-NSS (720 Stunden) geprüft. Dieses Prüfverfahren lehnt sich an die strengen Kriterien der Automobilindustrie an und simuliert das Mehrfache eines Lebenszyklus im normalen Gebrauch. Mit „ThonetProtect®“ werden die Gestelle gegen Witterungseinflüsse aller Art extrem robust und UV-beständig. Selbst auf der Terrasse bei rauem Küstenklima machen sie eine gute Figur! Und das Beste ist: Sogar Beschädigungen der farbigen Oberfläche durch tiefere Kratzer führen nicht dazu, dass die Beschichtung ihre schützende Wirkung verliert. ThonetProtect® ist in den sieben „Classics in Colour“ Farben erhältlich.
S 40

Gartenstühle: klar und zurückhaltend in der Form, mit optimalem Sitzkomfort
Gartenstühle, die in Konstruktion und Gestaltung dem Klassiker S 43 von Mart Stam entsprechen: klar und zurückhaltend in der Form, mit optimalem Sitzkomfort und hoher Qualität in bezug auf Material und Verarbeitung. Unter der Modell-Bezeichnung B 33 g (G = Garten) wurden diese Stühle zum ersten Mal im Thonet-Katalog von 1935 abgebildet. Heute bestehen die Holzleisten aus massivem Iroko, einem afrikanischen Holz mit hoher Dichte und Wetterbeständigkeit (FSC-Siegel). In seiner Optik ist es ähnlich wie Teak und hat eine glatte, gleichmässige Oberfläche. Zum Schutz werden alle Holzteile von uns geölt. Dazu passt der Tisch S 1040.
Stühle ohne oder mit Armlehnen. Gestell aus wetterfestem Edelstahl geschliffen. Holzelemente aus Iroko.
S 43

Stahlrohr Klassiker S 43 – ein exemplarischer Entwurf im Geiste der Moderne
Mart Stam setzte bei all seinen Möbelentwürfen auf Geradlinigkeit in der Form, auf ästhetische Sparsamkeit der Konstruktion und auf den Nutzen verbesserten Sitzkomforts. Beim S 43 kombinierte er das Stahlrohr-Gestell mit Formholzschalen für Sitz und Rücken und schaffte damit eine absolute Reduktion. Durch den bequemen Schwingeffekt des Gestells kann man auf eine Polsterung verzichten. Seine klare, zurückhaltende Form macht diesen Freischwinger zu einem exemplarischen Entwurf im Geiste der Moderne. Das künstlerische Urheberrecht für diesen streng kubischen hinterbeinlosen Stuhl liegt heute bei Thonet.
Ohne oder mit Armlehnen. Gestell Stahlrohr verchromt oder farbig lackiert (nicht stapelbar). Formholzgarnituren in Buche gebeizt, decklackiert oder mit Strukturlack in 11 unterschiedlichen Farben. Auch mit gepolsterten Garnituren lieferbar, bezogen mit Leder oder Stoff. Die Freischwinger aus dem Programm S 43 erhalten mit einer Garnitur in TP 29 Schwarz (Beize) oder RAL 7021 (Decklack oder Strukturlack) standardmässig schwarze Nieten an Sitz und Rücken. Alle weiteren Farben werden mit silberfarbenen Nieten montiert.
S 411

Reduktion auf das Wesentliche: der klassische Stahlrohr-Sessel S 411
Die herausragenden Eigenschaften dieses Sessels sind Eleganz, Zeitlosigkeit und hoher Sitzkomfort. Dazu kommt eine Leichtigkeit, über die nur ein Freischwingermodell verfügt. Während die ersten Stühle aus Stahlrohr aus den 1920er Jahren kaum mit Polstern versehen waren, so taucht im Thonet-Katalog von 1935 bereits eine ganze Serie voluminös gepolsterter Sessel und Sofas auf. Vermutlich markiert der Thonet-eigene Entwurf von S 411 aus dem Jahr 1932 den Beginn dieser neuen Produktreihe. Heute wird er mit einer hochwertigen Federkern-Polsterung gefertigt. Dazu gibt es einen passenden Fusshocker.
Sessel mit zwei unterschiedlichen Rückenhöhen und Fusshocker. Gestelle Stahlrohr verchromt oder farbig lackiert, Bezüge in Stoff, Kuhfell oder Leder sowie naturbelassenes Nappaleder mit Komfortpolsterung. Armauflagen in Massivholz Buche gebeizt, oder Nussbaum, Eiche, Esche geölt. Wird auch in Ausführungen „Pure Materials“ gefertigt.
S 533

Der Stahlrohr-Freischwinger S 533 verbindet zeitlose Eleganz mit dem Komfort eines Sessels
Gezielte Beschränkung beim Einsatz der Materialien, Eleganz in der Linienführung und Transparenz in der Wirkung sind die charakteristischen Eigenschaften des S 533. Seinen besonderen Komfort verdankt er der Fähigkeit zum dauerelastischen Federn. Dieser Effekt stellt sich ein, weil Mies van der Rohe den vorderen Teil des Stahlrohrgestells als grossen Bogen aus federhartem Stahlrohr konzipierte. Waren die meisten Entwürfe aus den 1920er Jahren eher schlicht und funktional, so spürt man bei diesem Sessel deutlich die Handschrift des Architekten: sein Entwurf kombiniert Funktionalität und Komfort mit zeitloser Ästhetik. Der Stuhl wurde erstmals 1927 in der Weissenhof-Siedlung präsentiert.
Ohne Armlehnen, Gestell Stahlrohr verchromt, Sitz und Rücken mit Korbgeflecht oder in Kernleder schwarz, naturbelassen und mit Schnürung am Rücken, erhältlich.
Mit „ThonetProtect®“-Oberfläche für die Gestelle und UV-beständigem Netzgewebe (Ausführung „Thonet All Seasons“), auch variabel für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar.
Programm B 9
Stahlrohr-Klassiker – die eleganten Satztische B 9
Marcel Breuer experimentierte während seiner Zeit am Bauhaus mit dem Material Stahl und Stahlrohr, indem er die Prinzipien des materialgerechten Möbelbaus folgerichtig von Holz auf dieses neue Material übertrug. Die Nähe zu den Junkers-Werken in Dessau war für diesen Prozess von grossem Vorteil. Zu seinen ersten Entwürfen gehörten die Satztische B 9 sowie verschiedene Regale und Beistellmöbel. Der Thonet Steckkartenkatalog von 1930/31 enthielt das komplette Sortiment. Im Bauhaus-Gebäude in Dessau von Walter Gropius waren B 9 in der Kantine eingesetzt. Heute finden diese eleganten Möbel ihren Platz in der Wohnung und im Bereich Projekt.
B 9 a-d: Beistelltische in 4 verschiedenen Grössen, einzeln oder als Set erhältlich. B 9 d/1 mit zusätzlichem Fachboden. Gestelle Stahlrohr verchromt oder farbig lackiert, Holzteile in Buche gebeizt, decklackiert oder Strukturlack in unterschiedlichen Farbtönen sowie ThonetDur®. Wird zudem in Ausführungen „Pure Materials“ – Eiche und Nussbaum geölt – gefertigt. Ausführung verchromt auch mit Glasplatten erhältlich.
Mit „ThonetProtect®“-Oberfläche für die Gestelle und Platten aus Vollkernschichtstoff oder Sichtbeton (Ausführung „Thonet All Seasons“), auch variabel für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar.
B 10

Stahlrohr-Klassiker – die eleganten Beistelltische B 10
Formal übertrug Marcel Breuer seinen Entwurf von B 9 auf den lang gezogenen eleganten Beistelltisch B 10. Erst kalt gebogenes Stahlrohr ermöglichte eine solche Konstruktion und bot die erforderliche Stabilität. Dieses Prinzip wurde danach auf das Stuhl-Design übertragen. Es entstand der hinterbeinlose Kragstuhl, der Freischwinger. Die Möbel aus Stahlrohr gelten als Meilenstein der Geschichte. Von Beginn an war Thonet Partner der Entwerfer und Hersteller mit weltweitem Vertrieb.
B 10 Beistelltisch, B 10/1 mit zusätzlichem Fachboden. Gestelle Stahlrohr verchromt, Holzteile in Buche gebeizt, decklackiert oder mit Strukturlack in unterschiedlichen Farbtönen oder in ThonetDur®.
Programm B 20
Couchtische B 20 – elegant, zurückhaltend und wohl proportioniert
Formal zurückhaltend und wohl proportioniert. Die Couchtische sind inspiriert von den klassischen Stahlrohrmöbeln aus den 1920er und 1930er Jahren. Die ersten Entwürfe stammten von Marcel Breuer. Mit ihren klaren Linien und harmonischen Proportionen passen die Tische in unterschiedliche Umgebungen und Einrichtungsstile. Das Programm bietet verschiedene Ausführungen und Grössen, in quadratischen oder rechteckigen Formen, auch mit zusätzlichen Fachböden als praktische Ablagefläche für allerlei Utensilien.
Zwei unterschiedliche Grössen, mit oder ohne Fachboden. Gestell Stahlrohr verchromt, Holzteile in Buche gebeizt, decklackiert oder Strukturlack in unterschiedlichen Farbtönen oder in ThonetDur®.
B 22

Stahlrohr-Klassiker – die eleganten Regale B 22
Inspiriert von den Möbeln der Architekten Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe und Mart Stam sowie den Möglichkeiten des Materials Stahlrohr, entwickelte Thonet ab den 1920er Jahren eine Reihe eigener Entwürfe. Es waren vor allem Beistellmöbel, die zum grossen Teil im Steckkarten-Katalog von 1930/31 publiziert wurden. Dazu gehört auch das Regal B 22.
B 22 a Regal mit Fachböden in gleichem Abstand. Gestell Stahlrohr verchromt, Holzteile in Buche gebeizt, decklackiert oder mit Strukturlack in unterschiedlichen Farbtönen.
Programm B 97
Stahlrohr-Klassiker – die eleganten Satztische B 97
Elegant, flexibel und vielseitig einsetzbar. Das Tisch-Set B 97 erinnert in seinen Dimensionen an die Satztische B 9 von Marcel Breuer. Seine veränderte Konstruktion bietet aber zudem einen praktischen Vorteil. Durch die Öffnung an einer Seite kann man die Tische über den Sofa-, Sessel- oder Bettrand ziehen. Ansonsten werden sie platzsparend eng ineinander geschoben. Ein Entwurf von Thonet aus dem Jahr 1933. Er zählt zu den Klassikern der Stahlrohrmöbel.
Gestelle Stahlrohr verchromt oder farbig lackiert, Holzelemente in Buche gebeizt, decklackiert oder Strukturlack in unterschiedlichen Farbtönen sowie ThonetDur®. Wird zudem in Ausführungen „Pure Materials“ gefertigt. Ausführung verchromt auch mit Glasplatten erhältlich.
Mit „ThonetProtect®“-Oberfläche für die Gestelle und Platten aus Vollkernschichtstoff oder Sichtbeton (Ausführung „Thonet All Seasons“), auch variabel für den Innen- und Aussenbereich einsetzbar.
B 108

Der elegante Konsolentisch B 108
Formschöne, elegante Konsole mit Ablagefach. Der Entwurf stammt aus dem Jahr 1930/31 und wurde zum ersten Mal im Thonet Steckkarten-Katalog gezeigt. Die Erfindung der Stahlrohrmöbel ist eng mit Thonet verbunden. Das Unternehmen war Hersteller und sorgte für den weltweiten Vertrieb. Bereits ab den 1920er Jahren entstand eine Reihe werkseigener Entwürfe, darunter auch der Konsolentisch B 108. Er passt in viele Bereiche: ins Wohn- und Esszimmer, ins Entrée und auch ins Büro.
Gestell Stahlrohr verchromt, Holzelemente in decklackiert oder Strukturlack in verschiedenen Farbtönen.
B 109

Der praktische Klapptisch B 109
Konsole und Tisch in einem. Der Klapptisch B 109 wurde in einer Zeit entwickelt, in der Wohnräume wesentlich kleiner dimensioniert waren als heute. In geklapptem Zustand steht er als Konsole an der Wand, 45 cm tief. Bei Bedarf dreht man die Platte, klappt sie auf und fixiert sie. So entsteht ein Tisch mit Plattengrösse 90 x 90 cm. B 109 gehört zu den Stahlrohr Klassikern aus den 1920er und 1930er Jahren. Die Kollektion namhafter Architekten wurde damals von Thonet mit zahlreichen werksinternen Entwürfen ergänzt.
Gestell Stahlrohr verchromt, Holzelemente in ThonetDur®.
B 117

B 117 – so spart man tagsüber Platz
Ein Beistellmöbel mit formaler Klarheit und zusätzlichem Nutzen. Dieser niedrige Tisch mit Schublade passt gut neben ein Bett oder eine Liege. Er ist so konzipiert, dass man ihn über den Polsterrand ziehen kann, so spart man tagsüber Platz. Ein Klassiker, 1934 von Thonet entworfen und seit vielen Jahren fester Bestandteil der umfangreichen Stahlrohrmöbel-Kollektion, die vor allem Entwürfe von Architekten wie Breuer, Mies van der Rohe und Stam enthält.
Gestell Stahlrohr verchromt, Holzelemente in decklackiert oder Strukturlack in verschiedenen Farbtönen.
S 285

Der Stahlrohr-Schreibtisch S 285: Ein unübertroffenes Stück Zeitgeschichte
Dieser Stahlrohr-Schreibtisch ist ein gelungenes Beispiel für den programmatischen Anspruch des Bauhauses, Kunst und Technik zu einer formalen Einheit zu verbinden. In den Entwurf aus Stahlrohr fügen sich Tischplatte und Aufbewahrungselemente aus lackiertem oder gebeiztem Holz harmonisch ein. Das tragende Gestell besteht aus einer Linie, die hölzernen Elemente scheinen in ihr zu schweben. Das schlichte, in seinen Proportionen formal ausgewogene Möbel verkörpert ein aussagekräftiges Stück Zeitgeschichte, bekannt als „Die neue Sachlichkeit“. Wir fertigen unterschiedliche Varianten dieses Modells.
Gestell Stahlrohr verchromt, Korpus in Eiche und Esche gebeizt, Esche offenporig decklackiert oder Korpus decklackiert in verschiedenen Farbtönen. Schubladen verschliessbar mit Zentralverschluss. Auch als Variante mit offenen Fachböden lieferbar. Wird auch in der Ausführung „Pure Materials“ – Nussbaum-Furnier geölt – gefertigt.
Aktuelle Produktänderungen:
– Wir haben die Schubladen des Schreibtischs mit Vollauszug und gedämpftem Einzug ausgerüstet. Durch den erhöhten Platzbedarf verändern sich deshalb die Anordnung und die Anzahl der Schubladen.
– Die Schreibtische sind auch spiegelbildlich erhältlich. Bitte bei der Bestellung angeben!
S 1040

Der klassische Gartentisch – formschön, schlicht und robust
Der klassische Gartentisch – formschön, schlicht und robust. Zusammen mit den Stühlen S 40 bildet er eine stimmige Kombination für den Aussenbereich. Alle Materialien sind wetterfest. Die Holzleisten bestehen aus massivem Iroko, einem afrikanischen Holz mit hoher Dichte und Wetterbeständigkeit (FSC-Siegel). In seiner Optik ist es ähnlich wie Teak und hat eine glatte, gleichmässige Oberfläche. Zum Schutz werden die Leisten von uns geölt.
Holzleisten aus Iroko (78 x 78 cm oder 78 x 150 cm), Gestell aus Edelstahl-Rundrohr oder farbig beschichtet mit „ThonetProtect®“. Platten aus Vollkernschichtstoff (100 x 100 cm oder 100 x 160 cm) in Kombination mit farbig beschichteten Gestellen. Passend zum S 1040 mit farbig beschichtetem Gestell empfehlen wir die Stühle S 33, S 34 und S 533 des Programms „Thonet All Seasons“ oder zum Gestell aus Edelstahl-Rundrohr den S 40 mit Holzelementen aus Iroko.
