Vitra’s Agility II: Ein Symbol für Bewegung und Flexibilität im Design
Die Welt des Interior Designs ist ständig in Bewegung, und Vitra, ein Pionier in der Branche, hat dies mit der Einführung der Agility II Kollektion erneut bewiesen. Diese Kollektion verkörpert das Beste aus Tradition und Innovation, zwei Werten, die im Herzen von Vitra’s Designphilosophie stehen.
Vitra’s Erbe: Ein Blick zurück und nach vorne
Seit seiner Gründung hat sich Vitra als führender Möbelhersteller für Wohn- und Büromöbeln etabliert. Das Vitra Haus und der Vitra Campus in Weil am Rhein sind lebendige Zeugnisse des Engagements des Unternehmens für Exzellenz und Innovation. Hier haben Legenden wie Charles und Ray Eames, George Nelson und Verner Panton Meisterwerke geschaffen, die heute als Designklassiker gelten.
Agility II: Mehr als nur ein neues Konzept
Das Agility II Konzept besteht nicht nur aus einer Reihe von Möbeln; sie ist ein Statement. Jedes Stück dieses Konzeptes, von den ergonomischen Bürostühlen bis zu den weltbekannten Sitzmöbeln, spiegelt Vitra’s Engagement für Nachhaltigkeit und die Langlebigkeit der Produkte wider. Die feinen Linien, kombiniert mit robusten Materialien, machen jedes Stück zu einem Kunstwerk, das sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist.
Bruno Wickart AG und Vitra: Gemeinsam für Exzellenz
Bei Bruno Wickart AG teilen wir Vitra’s Leidenschaft für Design. Unsere Partnerschaft mit Vitra ermöglicht es uns, unseren Kunden das Beste aus beiden Welten zu bieten: Bruno Wickart’s Expertise im Interior Design und Vitra’s unermüdliches Streben nach Perfektion. Von der Home Collection bis zur Office Collection, wir bieten Lösungen, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind.
Warum Sie sich für Bruno Wickart AG entscheiden sollten
Unsere Vision bei Bruno Wickart AG ist es, Räume zu schaffen, die Emotionen wecken. Wir glauben, dass gutes Design mehr ist als nur Ästhetik; es ist ein Gefühl. Wenn Sie sich für Bruno Wickart AG entscheiden, entscheiden Sie sich für Qualität, Expertise und Leidenschaft. Wir laden Sie herzlich ein, unseren Bruno Wickart Showroom in Zug zu besuchen und sich von der Magie des Designs inspirieren zu lassen. Es ist Zeit, Ihr Zuhause oder Büro in ein Kunstwerk zu verwandeln. Es ist Zeit für Bruno Wickart AG.
The Agility Newspaper about Work

Agiles Arbeiten hat seinen Ursprung im „Manifest für Agile Softwareentwicklung” aus dem Jahr 2001 und ist heute viel mehr als ein digitales Buzzword. Es geht um eine von der digitalen Technologie abgeleitete Organisations- und Arbeitsphilosophie, die radikal anders ist als die der meisten traditionellen Unternehmen.
Agilität ist kein Selbstzweck. Viele Firmen haben sie schon eingeführt und sind damit erfolgreich, andere sind gescheitert und zu alten Strukturen zurückgekehrt. Wenn agiles Arbeiten nicht zum Unternehmen passt und nichts verbessert, ist es keine Lösung.
Unternehmen, die agil arbeiten wollen, brauchen einerseits einen grossen kulturellen und organisatorischen Wandel. Andererseits müssen sie ihre räumlichen Bedingungen an die neuen Arbeitsprozesse anpassen. Ab Mitte der 1960er-Jahre übernahm Vitra den Vertrieb des „Action Office” der Designer Robert Probst und George Nelson.
Damit erwachte auch das Interesse an den Entwicklungen der Arbeitswelt. Von 1991-93 haben die Designer und Denker Andrea Branzi, Michele de Lucchi und Ettore Sottsass auf Anregung von Vitra das Projekt „Citizen Office” erarbeitet und als vielbeachtete Ausstellung umgesetzt. 1999 realisierte die Innenarchitektin Sevil Peach das „Network Office” auf dem Vitra Campus. 2006 führte Vitra das Konzept Net ‘n’ Nest für Kommunikation und Rückzug im Open Space ein und 2012 das Büro der Optionen.
Neben diesen theoretischen Wurzeln gründet das Wissen von Vitra auf der Erfahrung aus unzähligen Büroprojekten für Kunden auf der ganzen Welt. Agile Unternehmen wollen initiativ, anpassungsfähig und inklusiv agieren. Genauso flexibel sollten ihre Büros und ihr Mobiliar sein.
WORK IN
Das Eames Studio: 901 Washington Boulevard
Arbeitsräume sollten sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und mit den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter wachsen. Adaptive Arbeitsräume lösen disziplinäre Grenzen und Unterscheidungen zwischen Arbeit und Spiel auf und ermöglichen eine Umgebung, in der das Arbeiten zum Vergnügen wird
„1943 verlegten Charles und Ray ihr Geschäft in diese alte Garage in Venice. Hier entwarfen sie Möbel, Spielzeug, Spiele, Grafiken, Showrooms und Vorführungen, drehten mehr als einhundert Filme, schossen Fotos, schrieben Bücher, initiierten Studien wie den India Report, kreierten Ausstellungen für Museen und vieles mehr.
Die Musical Towers waren eine Spielzeugidee der Eames aus den späten 1950er-Jahren. Neuen Praktikanten wurde meist die Aufgabe zuteil, die Klangplättchen zu einer neuen Melodie anzuordnen. Ray Eames’ Gespür und Gedächtnis für Farbe und Formen sind legendär. Anfangs hat sie den grössten Teil ihrer Arbeit im Grafikraum erledigt, einem der ursprünglichen drei Räume des Studios.
In den rückwärtigen Räumen hingen Möbelmuster. Es wurden nur wenige Zeichnungen von Eames-Entwürfen angefertigt, da alle Prototypen und Modelle von Möbeln und Ausstellungen vor Ort angefertigt wurden und so direkt bearbeitet und verfeinert werden konnten. Das Stück Land gleich neben dem Gebäude war der bevorzugte Rückzugsort für die Mittagspause. Ob drinnen oder draussen: Ray und Charles assen meist an ihrem Arbeitsort zu Mittag, oft in Gesellschaft von Mitarbeitern oder Besuchern.
Manchmal wurde der Aussenraum auch als Filmset benutzt, zum Beispiel für Tops, Powers of Ten und andere Filme. 1943 nahm das Eames Office nur die strassenseitigen Räume des Gebäudes 901 ein, der Empfangsraum wurde gemeinsam mit der Formsperrholzabteilung der Firma Evans Products genutzt. Als diese 1958 auszog, übernahm das Eames Office die frei gewordenen Gebäudeteile. Mit Klemmen wurden Trennwände angebracht und die Räume waren damit so flexibel, dass das Büro jederzeit neu konfiguriert werden konnte.
Das Sitzungszimmer diente auch für Filmvorführungen — Besucher kamen hier oft in den Genuss eines spontanen Filmfestivals. Hier sieht man einen Bereich im 1971 hinzugefügten Neubau für Filmaufnahmen, der gleichzeitig als Brandschutzraum für die seltenen Exponate der Ausstellung A Computer Perspective diente. Früh am Morgen, bevor der Abriss der alten Gebäude begann, wurde uns bewusst, dass wir dachten, das Ganze wäre nicht mehr ihres; nicht mehr der Washington Boulevard 901, wenn nur alles ausgeräumt wäre. Aber auch leer waren die Räume immer noch die, die Charles und Ray erschaffen hatten.”
MACHEN WIR’S EINFACH
Ein Gespräch mit Konstantin Grcic

Wo genau beginnt für dich der Designprozess?
Es fängt mit einer Beobachtung an. Im Fall von Stool-Tool war es die einfache Beobachtung, dass es in jeder Büroumgebung — ob es sich um ein cooles, zwangloses Start-up oder ein traditionelleres Unternehmen handelt —Situationen gibt, in denen eine spontane Aktivität gefordert ist. Man möchte Menschen zu einem kurzen Gespräch zusammenbringen oder sich, weg vom Schreibtisch, irgendwo hinsetzen, um zu telefonieren oder etwas zu notieren. Hier sah ich einen Bedarf, eine Nische.
Der Ursprung deiner Recherchen für dieses spezielle Projekt liegt eigentlich in einer Reise mit Vitra nach Kalifornien vor zwei Jahren, um Tech-Start-ups zu besuchen. Kannst du uns ein wenig von dieser Reise erzählen und was sie in deinen Vorstellungen und deinem Design ausgelöst hat?
Wir gingen nach Los Angeles und San Francisco, um neue Bürotypen kennenzulernen. Wir besuchten alle Arten neuer Firmen: Start-ups, kleine Firmen, die über Nacht zu sehr grossen Unternehmen gewachsen waren, Firmen die gewachsen sind und sich wieder im Schrumpfungsprozess befanden. Es war wirklich ein grossartiger Einblick, besonders in die Silicon-Valley-Mentalität. Etwa Marc Zuckerbergs Motto: „Done is better than perfect”. Für sie geht es eher darum, Ideen schnell umzusetzen, um sie testen zu lassen und Feedback zu bekommen. Und ich denke, dieses Projekt — Stool-Tool — ist, genau das zu versuchen: ein sehr einfaches Projekt umzusetzen, ein schnelles. Man kann es herausgeben und Feedback bekommen. Diese Art zu arbeiten brachte ich aus dem Silicon Valley mit. Machen wir’s einfach. Und wenn es fertig ist, lernen wir davon und können später unsere Erkenntnisse in andere Projekte integrieren.
Ich denke, es ist auch sehr interessant, über die Ästhetik der Arbeitsplätze zu sprechen, die du auf deiner Reise nach Kalifornien gesehen hast —wie setzen diese Unternehmen Möbel ein und welche Art von Möbeln wählen sie für ihre Büros?
Die Aussage in Kalifornien war: „Möbel? Nicht wirklich relevant.” Dort müssen Möbel ihre Funktion erfüllen. Sie kaufen Möbel im 24-StundenLieferservice. Man ruft an und gibt durch, dass man zehn neue Schreibtische braucht und am Morgen geliefert bekommen möchte. Man wählt nicht sorgfältig eine Farbe aus und wartet dann sechs Wochen auf die Lieferung. Aber sie brauchen Möbel nach wie vor. Möbel ermöglichen ihnen das zu tun, was sie tun; sie ermöglichen die neue Bürostruktur und eine neue Form der Arbeit. Ich denke, die Antwort auf diesen Trend ist nicht, frustriert zu sein, sondern die sich ändernden Bedürfnisse als einen aufregenden Paradigmenwechsel und als neue Chance zu verstehen. Hier öffnet sich eine Nische — und ich als Designer freue mich darüber sehr.
Der Name Stool-Tool deutet an, dass es um mehr geht als um etwas zum blossen Sitzen. Wie denkst du über Möbel als Werkzeuge?
Mein Interesse daran, Möbelstücke zu Werkzeugen zu machen, geht weit zurück, wahrscheinlich bis in meine Studienzeit. Ich denke, es war ein einfacher Ausweg aus der Entscheidung, welchen Stil ein Möbelstück haben, wie es aussehen sollte. Ich konnte immer argumentieren: „Es ist halt ein Werkzeug und das ist die Art, wie es funktioniert”. Natürlich hat auch ein Werkzeug seine eigene Ästhetik. Die Leuchte May Day zum Beispiel, die ich für Flos entworfen habe, hat einen Griff und ein langes Kabel, damit man sie nehmen und irgendwohin tragen und am integrierten, kleinen Haken aufhängen kann. Da hat meine Idee, wie ein Entwurf gebraucht werden soll, zu ganz klaren Elementen geführt: zum Kabel, zum Haken, zum Griff. Die Idee der Funktion gibt mir die einzelnen Bestandteile eines Entwurfs vor. Ich muss nur noch die Details erarbeiten
WORK 2018

Für WORK 2018 hat Konstantin Grcic einen hochflexiblen Raum entworfen. Er ist bestückt mit seinen neuen Produkten Rookie und Scala, seinen bestehenden Produkten Stool-Tool, Hack und Allstar sowie mit weiteren Objekten von Vitra. Das hochflexible Büro ist ein Raum für Kreativität und Innovation, egal ob als Inkubator in einem grossen Unternehmen, für ein Start-up oder für ein kleines bis mittleres Unternehmen, das sich in einem vielfältigen und synergetischen Umfeld bewegen will.
„Für die Orgatec 2018 habe ich an der Idee eines leeren Raums gearbeitet, eines hochflexiblen Raums, der jederzeit für neue Zwecke umgestaltet oder zurück in seine Ausgangslage gebracht werden kann. Ich finde es äusserst interessant, etwas nicht abschliessend einzurichten, sondern Möbel in eine Ecke schieben zu können, um Platz für eine neue Szenografie zu schaffen.

Der leere Raum bietet so viele Möglichkeiten. Mal wird er für eine Gemeindeversammlung konfiguriert, mal für eine Kundenpräsentation. So kann derselbe Raum sogar in eine Kantine umgestaltet werden —alles wird einfach den Bedürfnissen entsprechend angepasst.”
Konstantin Grcic absolvierte eine Ausbildung zum Möbelschreiner am Parnham College in Dorset und studierte Design am Royal College of Art in London. 1991 gründete er sein eigenes Designstudio Konstantin Grcic Design. Das Vitra Design Museum widmete ihm und seiner Arbeit eine eigene Themenausstellung
AGILITÄT MACHT SELBST
Gespräch mit Marko Prislin
Marko Prislin ist Managing Partner bei Brainbirds. Zuvor war er Kreativverantwortlicher und Geschäftsleitungsmitglied beim Digitaldienstleister Sapient und Gründer sowohl der Strategieberatung Digital Heads als auch der preisgekrönten Markenstrategie- und Designagentur Die Prinzregenten.
Sein aktueller Schwerpunkt liegt in den Bereichen Agile Transformation, Digitale Transformation, Design Thinking und Customer Experience Management.Als einer der Top Vortragsredner in Deutschland hält er zu Themen rund um Agilität, Digitaler Transformation oder Customer Experience regelmässig Keynotes auf Unternehmensveranstaltungen und digitalen Konferenzen wie der CeBIT oder der DMEXCO.
Warum gewinnt der Begriff „Agilität“ derzeit so viel an Bedeutung und ist im Moment eines der meistgebrauchten Buzzwords?
Im Vergleich zu den letzten Jahrzenten leben wir in einer völlig veränderten Zeit. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg galt es, das wiederherzustellen was man zuvor hatte, während des Wirtschaftswunders verlief alles linear mit klaren Zielen. Durch die massiven Weiterentwicklungen der Technologie zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir auf einmal vor neuen Möglichkeiten. Diese Welt, in die wir auf einmal eintreten nennt sich VUKA. VUKA steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität, also Mehrdeutigkeit. Diese flüchtige, instabil wirkende VUKA-Welt macht langfristige Planungen schwierig und fast unvorhersehbar. Um dieser Unsicherheit entgegen zu wirken, braucht es neue Denkweisen, neue Ansätze, ein neues Mindset, neue Methoden und Prozesse und zum Teil auch eine neue Kultur.
Das Schlagwort “Agilität” bekommt Gewicht, da es Möglichkeiten verspricht, schnell zu reagieren, flexibel zu sein und jederzeit wechseln zu können. Der Bedarf des Kunden rückt ins Zentrum des Wirtschaftslebens — Kunden erwarten heutzutage viel mehr von Unternehmen und Marken.
Sie wollen ernst genommen werden und Ihre Bedürfnisse befriedigt sehen. Diese Erwartungshaltung beschleunigt den Wandel. Unternehmen müssen lernen, die Bedürfnisse des Kunden zu antizipieren, Möglichkeiten auszutesten — auch am Kunden — und gegebenenfalls zu verwerfen, was nicht funktioniert. Das ist Exploration, die Suche nach Neuem. Und dieser Explorationsmodus braucht andere Methoden und eine andere Einstellung zur Arbeitsweise, die nicht mehr linear verläuft wie in der Exploitation. Agilität hilft mir alternative Wege zu finden, wenn ich in eine Sackgasse laufe. Um echte Agilität zu erreichen braucht es jedoch vor allem einen Einstellungswandel.
Nun ist Agilität ja mehr als nur eine Methode oder ein Prozess. Was verbirgt sich denn ganz genau dahinter?

Der Begriff der Agilität vereint eigentlich verschiedene Ebenen in sich, genauer gesagt drei. Zum einen muss ich die Ausgangssituation verstehen, die VUKA-Welt und die Einstellung, die ich gegenüber dieser Situation habe. Empfinde ich sie als Gefahr oder sehe ich neue Chancen und Möglichkeiten, die durch diese globalisierte und technologische Welt erst möglich werden? Zum Zweiten ist es das Methoden-Set, mit denen ich ein Kundenbedürfnis entdecken und daraufhin Lösungen erarbeiten kann, die schnell wirtschaftlich überprüft werden können.
Denn auch Geschäftsmodelle und Businesspläne müssen flexibler und regelmässig überprüft und angepasst werden. So sind Methoden wie beispielsweise Business-Model-Generation entstanden, mit deren Hilfe schnell Anpassungen und Überprüfungen vorgenommen werden können.
Scrum und Kanban wiederum sind Methoden, die in der Umsetzung bzw. Projektsteuerung eingesetzt werden können. Die dritte Ebene ist die Kultur im Unternehmen, das eigentliche Fundament jeglicher Agilität. Dieses Fundament besteht wiederum aus verschiedenen Facetten. Interdisziplinäre, multidisziplinäre Teams sind ganz anders aufgesetzt und benötigen ein anderes kulturelles Verständnis.
Wenn ein Designer auf einmal neben einem Technologen sitzt, stellt sich die Frage: Wie bringe ich diese beiden unterschiedlichen Typen zusammen?
Es benötigt gemeinsame Ziele, eine Mission, eine Sinnhaftigkeit im Arbeiten sowie Werte und Regeln, die als Leitplanken den Teams den Weg bereiten und auch Führungskräften helfen, ihre Teams anzuleiten.
Auf den Punkt gebracht: Wofür steht eine agile Organisation und worauf zahlt sie ein? Was machen agile Unternehmen in der täglichen Arbeit anders?

Eine agile Organisation macht vor allem aus, dass sie eine völlig veränderte Fehlerkultur hat. Im Explorationsmodus weiss man nicht, ob man den richtigen Weg nimmt, oder nicht. Man muss Wege testen und dabei ist Scheitern vorprogrammiert. Das Scheitern muss gewollt sein. Wenn Scheitern in der Organisation nicht gewollt ist, wenn Fehler nicht gemacht werden dürfen, dann funktioniert Agilität überhaupt nicht. Führungskräfte sind gefordert, eine Kultur zu bauen in der ausprobiert werden darf, in der getestet und vielleicht auch gespielt wird und in den dadurch verrückten Ideen entstehen, aus denen vielleicht einmal etwas ganz Grosses werden kann.
Die Garagen-Thematik und Attitüde von Start-ups wird oftmals belächelt, jedoch lässt sich dies auch in grosse Organisationen transferieren. Indem man Ausprobieren, Testen, Umstellen, quasi den Werkstattcharakter fördert. Wenn Mitarbeiter zu Daniel Düsentriebs werden und dabei auch noch Spass haben, entstehen oftmals zündende Gedanken. Wenn man sich klassische Unternehmen anschaut, dann ist diese Freude an der Arbeit oftmals nicht vorhanden. Weil Unternehmen unter Druck stehen und dieser Druck an die Teams und die Mitarbeiter weitergegeben wird. Das führt jedoch zu linearen, eindimensionalen Lösungen, die die Kundenbedürfnisse letztendlich meist nicht befriedigen.
Eine wichtige Frage für uns als Möbelhersteller: Wie kann eine Bürofläche oder eine Arbeitsumgebung zu einem Baustein für Agilität werden?
Büroräumlichkeiten in Grossunternehmen sind geprägt von langen Gängen, links und rechts Türen, Einzelbüros — vielleicht Zweierbüros — mit recht starren Vorgaben. Für eine lineare Unternehmung hat eine solche Bürofläche funktioniert, jedoch unterstützt sie das nun geforderte flexible Denken nicht. Transportiert man die flexible agile Denkweise in den Raum, dann muss auch der Raum die Flexibilität besitzen, sich zu verändern. Freies Denken im Kopf bedingt einen freien Kopf im Raum.
Ein freier Kopf im Raum bedeutet, dass ich mehr Fläche für Freiraum brauche. Und Freiraum heisst, dass ich mich bewegen kann, dass ich Möbel verändern und umstellen kann, verschiedene Settings bauen kann, die meine Arbeit und die nun geforderte Kreativität und Flexibilität unterstützen. Agilität macht selbst vor dem Raum nicht halt. Im Gegenteil, der Raum ist im Grunde genommen eine Manifestation des Denkens. Und daher sind auch hier in Zukunft andere Lösungen gefragt als bisher.
PLANUNG EINES AGILEN BÜROS

Laura Kummer, Head of Interior Design Services bei Vitra.
Was muss man bei der Planung eines agilen Büros beachten?
Agiles Arbeiten basiert immer auf dem Prinzip des Netzwerks. Der Raum muss diesen Gedanken unterstützen. Bei der Planung eines agilen Büros oder eines Büros, das agile Arbeitsmethoden unterstützt, gibt es darum zwei wesentliche Ansätze: Entweder sitzen Projektteams über die gesamte Projektdauer beisammen und halten alle Abstimmungen direkt ab, umgeben von Scrumboards, Whiteboards mit Prozessverläufen und Ähnlichem. Oder aber, ein Projekt hat eine Heimat in einem Projektraum, wo alle Abstimmungen stattfinden, und abgearbeitet wird klassisch am Schreibtisch, unabhängig vom Projektteam.
Der erste Ansatz bedingt, dass sich der gesamte Raum zeitlich unabhängig an wechselnde Teamgrössen anpassen lässt. Die Umgebung muss den Teams Heimat und Sicherheit geben. Und wie der Raum muss auch das Mobiliar möglichst schnell und einfach veränderbar sein. Leichte Möbel oder Möbel auf Rollen kommen dem ebenso entgegen, wie durchdachte Elektrifizierungslösungen und eine komplett mobile IT-Infrastruktur.
Wegen der Betriebsamkeit sind Rückzugsräume und Telefonboxen in so einer Umgebung unabdingbar. Der zweite Ansatz ist baulich weniger aufwendig, da die lauten Tätigkeiten in geschlossenen Räumen abgehalten werden, man am Schreibtisch jedoch der konzentrierten Arbeit nachgeht. Bei beiden Ansätzen muss klar definiert werden, welche Bereiche fix sind und welche flexibel. Denn jedes noch so agile Büro benötigt Besprechungsräume, Rückzugszonen und Bereiche für soziale Interaktion.
Wie hängen deiner Meinung nach Office-Konzept und Unternehmenskultur zusammen?

Räume fördern die Identifikation und Bindung mit dem Unternehmen und haben einen enormen Einfluss auf die Menschen, die sie nutzen. In ein Restaurant kehrt man nicht alleine wegen des guten Essens zurück, sondern auch wegen der Atmosphäre. Auch in Arbeitsräumen beeinflusst sie ganz wesentlich Motivation, Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Wie ein Restaurant die Vision des Betreibers transportiert, ist ein Büro Abbild der Kultur eines Unternehmens. Somit haben Räume bei einem Kulturwandel oder bei Änderungen in der Organisation und Arbeitsweise eines Unternehmens grosse Symbolkraft und können bei der Umsetzung helfen. Im Moment lässt sich der eindeutige Trend erkennen, dass Unternehmen agile Arbeitsmethoden ausprobieren. Dies bringt bei der Gestaltung der Arbeitsräume die Herausforderung mit sich, möglichst wenig statische Einbauten, wie z.B. Wände zu haben und gleichzeitig akustische Abschirmungen zu schaffen als wären eben Wände da. In der Arbeit mit unseren Kunden versuchen wir daher genau herauszufinden, wie viel Mobilität, Abänderbarkeit und Agilität ein Raum mitbringen muss und versuchen, den perfekten Mix zwischen möglichst flexiblen Räumen und einer möglichst flexiblen Nutzung fest gebauter Räume zu finden.
HERREN DER SCHÖPFUNG

Ein agiles Kundenprojekt
Vitra wird immer öfter mit Projekten für Kunden beauftragt, die nach agilen Methoden arbeiten. Einer dieser Kunden ist Herren der Schöpfung, eine auf digitale Markenerlebnisse spezialisierte Agentur in Frankfurt

Zu Beginn dieser Zusammenarbeit machte sich Vitra zunächst mit den agilen Methoden und Softwareprodukten des Kunden vertraut — Trello, Slack, Dropbox. Die Vorteile der agilen Methode zeigten sich rasch: Herren der Schöpfung konnten ihr gestalterisches Knowhow direkt und einfach in die Planung einbringen und waren in jeder Phase des Projekts extrem eng beteiligt. Von den Produktentwicklern, Architekten und Vertriebsexperten von Vitra über den Kunden bis zum mit der Abwicklung beauftragten Fachhändler waren dank den Softwarelösungen immer alle auf dem gleichen Stand — als stünde man laufend vor einem Whiteboard und arbeite mit Post-its Prozesse ab.

Der Zeitgewinn im Projekt war enorm, die vereinfachte Kommunikation und Geschwindigkeit des Austauschs ist nicht vergleichbar mit der klassischen Wasserfallmethode. Das Resultat ist ein Büro, das bis ins Detail den Vorstellungen des Kunden entspricht und das so gestaltet wurde, um die agilen Arbeitsweisen bestmöglich zu unterstützen. Eine grosse Küche bildet das Herz des Büros. Hier wird gemeinsam gekocht, diskutiert und gelebt. Mehrere raumbildende Einbauten aus nachhaltigem Kork bilden Besprechungs- und Rückzugsorte, Telefonkabinen und DJ-Pult. Die Arbeitsplätze sind in Schwarz gehalten, um der Kreativität Raum zu lassen. Und eine reiche Bepflanzung, die an einem Grid an der Decke zu wachsen scheint, sorgt nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern verbindet die verschiedenen Zonen zu einem grossen Ganzen.
Die Büroumgebung von Herren der Schöpfung spiegelt die agilen Methoden, denen sie dient, nicht auf offensichtliche Art. Agilität, das hat Vitra in diesem Projekt gelernt, ist vielschichtig. Sie ist nicht einfach eine Art der Projektabwicklung. Sie ist Unternehmenskultur, Haltung, Führungsmethode, Software und Raum.
DIE ENTSTEHUNG DES DANCING OFFICE

„Wir sind nicht länger Task-Manager, sondern verstehen uns als Teil einer Choreografie namens Teamwork.”


Wie schafft man eine Büroumgebung, die ein Maximum an Flexibilität gestattet? Im Jahr 2017 erhielt der preisgekrönte Schweizer Architekt Stephan Hürlemann den Auftrag, für das neue PwC-Experience Center ein Bürosystem mit zu entwickeln, bei dem Flexibilität oberste Priorität hatte. Hürlemann erkannte sogleich die Tragweite dieser Anfrage: Das Projekt erforderte nichts Geringeres als einen neuen architektonischen Zugang zum Konzept Grossraumbüro. „Mit der Herausforderung, vor der PwC Schweiz stand, werden sich in nächster Zeit wahrscheinlich viele weitere Unternehmen auseinandersetzen müssen —sie dürfte die Zukunft der Büroplanung entscheidend prägen”, erklärt der Architekt.

„Kaum eine Firma kann heute voraussagen, wo sie in zwei Jahren genau stehen wird. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf nahmen wir den Auftrag an: Ziel war die Entwicklung eines Bürosystems, das in enger Zusammenarbeit mit den Experten des PwC Experience Center eine stimmige Antwort auf Fragen der Flexibilität und Veränderbarkeit gibt.” Hürlemanns Bemühungen mündeten in eine massgeschneiderte, flexible Arbeitsumgebung namens „Dancing Office”, deren mobile Wandelemente er als „Dancing Wall” bezeichnete. Vitra überzeugte das Konzept und beschloss, die Prototypen zu entwickeln. Die „Dancing Wall” sind inzwischen für PwC Schweiz vollständig umgesetzt und stossen sowohl beim Auftraggeber wie in Designkreisen auf grosses Interesse. Das Experience Center —auch als „digital Accelerator” von PwC Schweiz bekannt —setzt ganz neue Standards darin, seinen Kunden aufzuzeigen, wie sich die Digitalisierung auf den unterschiedlichsten Stufen ihrer Geschäftstätigkeit konkret auswirkt und wie sie angemessen darauf reagieren können. Nicht nur entwickelt das Zentrum Strategien, es gewährleistet auch deren Umsetzung mit folgendem Full-ServiceAngebot: digitales und geschäftliches Knowhow, digitales Design und Nutzererlebnis, Datenanalyse und Cybersecurity sowie Entwicklung und Wartung digitaler Plattformen. PwC Schweiz hat Hürlemanns Idee zugestimmt, ein Grossraumbüromodell zu entwickeln, das sich flexibel an Wachstum und Strukturwandel anpasst. Um sich in dem „War fo talents” behaupten zu können, der momentan in Zürich herrscht —wo Hightech-Giganten wie Google und Microsoft einen Grossteil der besten Köpfe aus den Bereichen IT, Marketing und Design anwerben —, bestand die zweite Anforderung von PwC Schweiz darin, eine so attraktive neue Büroumgebung zu schaffen, dass sich jene hochbegehrten jungen Kreativkräfte angesprochen fühlen, für die eine ausgewogene Work-Life-Balance und der digitale Lebensstil ein absolutes Muss sind.

Nach abgeschlossenem Briefing machte sich der Architekt mit seinem Team an die Arbeit. Die kritische Prüfung bestehender Bürotypologien wie Citizen Office oder Action Office von Vitra ergab, dass diese den Anforderungen von PwC Schweiz nur zum Teil entsprachen. Hürlemann meint dazu: „Natürlich sind beides grossartige moderne Systeme, doch die Situation im Experience Center erforderte eine massgeschneiderte Lösung.
Ein Maximum an Flexibilität sollte auf möglichst schlichtem und schnellem Weg erzielt werden und es den Angestellten erlauben, ihre Büroumgebung ohne Werkzeuge oder die Unterstützung des Hausdienstes zu verändern. Während heutige Grossraumbüros häufig offen ausgelegt sind —mit Marktplatz, Begegnungszonen, Town Hall, Cafeteria, Bibliothek und so weiter —, wollte ich ein System schaffen, in dem die einzelnen Bereiche selbst je nach Bedarf ganz unterschiedliche Funktionen übernehmen können.” Hürlemann und PwC Schweiz liessen sich im nachfolgenden Designprozess von folgendem Motto leiten: „Wir sind nicht länger Task Manager, sondern verstehen uns als Teil einer Choreografie namens Teamwork.” Und genau diese Parallele zum Tanz inspirierte dann auch die Namensgebung des innovativen Wand- und Möbelsystems, das im neuen Bürodesign das zentrale Element bildet. Auf einer Fläche von 1.500 m2belegt das PwC-Experience Center zwei Geschosse eines Bürogebäudes im Quartier Zürich-Enge. Statt des herkömmlichen Empfangsbereichs lädt eine als Begegnungszone ausgelegte Kaffeebar Angestellte und Besucher dazu ein, sich zu entspannen und auszutauschen. Da das Experience Center papierlos arbeitet, wird der grosse, offene Raum nicht durch fixe Regale strukturiert. Die einzigen Strukturelemente sind einige kleinere, durch Glaswände abgetrennte Räume, in denen sich diskrete Besprechungen abhalten lassen. Hürlemann musste hierfür ein System entwickeln, in dem sich zum einen Strukturen schaffen liessen, das aber auch die flexible Umwandlung ganzer Zonen von einer Funktion in die andere gestattete. Doch nicht nur die Frage nach Struktur und Flexibilität galt es zu beantworten —der offene Bürocharakter bot auch akustische Herausforderungen. Dieses Problem wurde einerseits durch schalldämmende Vorhänge gelöst, mit denen sich das Büro in verschiedene Bereiche unterteilen lässt. Andererseits bieten mehrere Telefonzellen, die sich mithilfe von Hubwagen mühelos verschieben lassen, die Möglichkeit, Anrufe zu tätigen, die eine gewisse Privatsphäre erfordern.
Von diesen Elementen abgesehen, hat der Architekt auf die Schaffung weiterer geschlossener Räume verzichtet und sich stattdessen für ein mobiles Wandsystem entschieden, das eine möglichst vielfältige Nutzung der verschiedenen Bereiche ermöglicht. Hürlemann ist es gelungen, all diesen Ansprüchen gerecht zu werden, indem er ein System bequem verschiebbarer Wandelemente geschaffen hat, welche in erster Linie als mobile Raumteiler fungieren: leicht zu bewegen und doch so schwer, dass die Stabilität gewährleistet bleibt. Jede Wand besteht aus einer robusten Holzbasis auf Rädern und einem darauf montierten Metallrahmen, der sich mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Module bestücken lässt. Zu diesen gehören Whiteboards, aber auch Schallschutzplatten, die gleichzeitig als Pinnwände dienen. Beide lassen sich jederzeit entfernen und mittels Schienen an die bestehenden Bürowände hängen. Andere Module haben die Form von Staufächern, Monitorwänden samt Kabelrinnen, Kleiderschränken und sogar Pflanzenwänden. Das Ergebnis überzeugt durch Eleganz und Effektivität, ja es garantiert das von PwC Schweiz gewünschte Maximum an Flexibilität. Dank „Dancing Wall” können die Angestellten das Büro im Handumdrehen neu aufteilen und den jeweiligen Tagesbedürfnissen anpassen. So verwandelt sich eine Besprechungsecke schnell in eine Reihe von Arbeitsplätzen, ein Präsentationsraum in einen Rückzugsort, eine Bibliothek in eine Garderobe. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind immens. Mit gutem Grund betrachtet Hürlemann die „Dancing Wall” als Möbelstücke, die die Angestellten zu Mitarchitekten ihrer Arbeitsumgebung machen: „Wir haben den Teams eine bestimmte Anzahl Stühle, Tische und ,Dancing Walls’ gegeben und ihnen gesagt: „Tobt euch aus, gestaltet euer eigenes Büro nach Lust und Laune!” Das Ergebnis war ganz erstaunlich: Manche Ideen wären uns im Traum nicht eingefallen. Und doch finden die Leute schnell zu einem spielerischen Umgang mit dem Konzept. Sie probieren neues und malen sich ihre Umgebung ständig neu aus. Ausserdem können sie ihre sozialen Bedürfnisse im Büro besser ausdrücken. Dass sie sich aktiv in die Bürostruktur einbringen können, ist tatsächlich ein wichtiger Teil dieser neuen Arbeitskultur. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung. Wir erfassen erst allmählich, wie sehr dieses neue Konzept dazu beitragen kann, das Flexibilitätsproblem zu lösen.
DANCING WALL

Ein Maximum an Flexibilität im PwC Experience Center

Mit Dancing Wall haben Mitarbeiter die Möglichkeit, selbständig und binnen Sekunden ihr benötigtes Arbeitsumfeld zu schaffen oder anzupassen. Sie besteht aus einem Metallrahmen, der in vielfältigen Konfigurationen bestückt werden kann: als Bücherregal, TV-Wagen, Garderobe oder Pflanzenwand oder als Raumtrenner mit abnehmbaren Whiteboards und Pinwänden.

Dank Rollen und einem integrierten Griff sind sie agil und flexibel und lassen sich somit einfach und leicht verschieben und positionieren. Dancing Wall ist intuitiv und transversal einsetzbar, denn die unterstützt unterschiedliche Funktionen und Anwendungen, z.B. Beleuchtung, Raumtrennung, Visualisierung, Akustik.



Download Dokumentation Dancing Office
Hack
Konstantin Grcic, 2016

Mit dem höhenverstellbaren Tischsystem Hack stellt Konstantin Grcic den typischen Bürotischen eine Lösung entgegen, die die Bedürfnisse heutiger zukunftsgerichteter Unternehmen funktional und ästhetisch auf neuartige Weise erfüllt: Mit wenigen Handgriffen zu einer flachen “Kiste“ zusammengeklappt, kann Hack einfach umgezogen, weggestellt und platzsparend gelagert werden. Dem Einzelnen ist Hack Steh- oder Sitz-Arbeitsfläche oder Sofa und formt so Arbeits-, Besprechungs- oder Ruhenischen.
WIE ARBEITEN WIR MORGEN?
Die Zukunft der Arbeit. Von Raphael Gielgen
Alle reden darüber. Und fast keiner stellt sich die Frage: „Wie schaffen wir mehr und neue Werte für das Unternehmen?” Vor uns liegt ein Wendepunkt: Wir können Arbeitsweisen und Organisationsformen neu denken und eingefahrene Routinen verlassen.
Die erfolgreichen Unternehmen von morgen sind von Neugier und Kreativität getrieben. Sie schaffen einen neuen Wert für das Unternehmen, indem sie die ungenutzten Fähigkeiten der Mitarbeiter herausarbeiten, Arbeit neu definieren und neue Möglichkeiten identifizieren. Diese Art der Arbeit erfordert aber andere Räume als das uns heute bekannte Büro: Räume, die Arbeit sichtbar und Möglichkeiten greifbar machen. Räume, in denen vermeintliche Unsicherheiten zu Opportunitäten werden. Räume, deren Architektur auf die Iteration und das Lernen aus dem Moment aufbaut.
Die Fähigkeit, in agilen Gruppen und Formen zu arbeiten, wird für die Entwicklung wissensbasierter Unternehmen wichtiger. Damit ist die „Nicht-Routinearbeit” nicht mehr einer besonderen Gruppe von Mitarbeitern vorbehalten. Sie wird vielmehr zum Auftrag an alle, wird an Bedeutung gewinnen und neue Werte für das Unternehmen schaffen. Arbeitsumgebungen, die diese Entwicklungen abbilden wollen, müssen die Fähigkeit haben, sich quasi über Nacht auf neue Arrangements einstellen zu können
Raphael Gielgen, Trendscout bei Vitra
Download Agility Newspaper
Bruno Wickart AG, Zug – spezialisierter Fachhandelspartner von Vitra im Raum Zug, Luzern und Zürich
Bruno Wickart AG und Vitra pflegen eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Bruno Wickart Sortiment beinhaltet mehrere Vitra-Neuheiten und Bestsellers, unter anderem von den Designern Eames, Panton, Girard, Prouvé, Morrison, Bouroullec, Nelson, Citterio, um nur einige zu nennen.
Vitra est une entreprise suisse
Vitra est une entreprise suisse s’étant fixé pour objectif d’améliorer la qualité de l’habitat, des bureaux et des espaces publics grâce à un design de qualité.
Vitra se consacre à la conception de produits et de concepts innovants en collaboration avec des designers de renom. Ils sont développés en Suisse et utilisés dans le monde entier par des architectes, des entreprises et des particuliers pour créer des espaces de vie, de travail et des lieux publics inspirants.
Les classiques de Vitra contribuent à écrire l’histoire du design novateur du XXe siècle. Aujourd’hui également, la société cherche à allier son savoir-faire en matière de techniques et de conception à la créativité de designers contemporains pour élargir constamment les limites du design.
Vitra, entreprise familiale depuis maintenant quatre-vingts ans, entretient des relations permanentes avec ses clients, ses collaborateurs et les designers. La société est réputée pour la longévité de ses produits, sa croissance durable, la qualité et la puissance de son design.
Vitra, c’est aussi le Vitra Campus, conçu par des architectes internationaux de premier rang, le Vitra Design Museum et ses expositions de design et d’architecture, les archives du design et l’importante collection de mobilier. La société est parvenue à créer une atmosphère propice à l’innovation, qui est source d’inspiration pour les visiteurs, et de stimulation pour le processus de design.
Living
La Vitra Home Collection est composée de meubles, de luminaires et d’accessoires pour l’habitat. On y trouve notamment des classiques célèbres comme la Eames Lounge Chair ou la Panton Chair, mais aussi un grand nombre de créations de designers contemporains. La collection est conçue comme un collage, selon le principe qu’un intérieur vivant n’est pas construit d’un seul tenant, mais qu’il acquiert du caractère grâce au mélange d’ancien et de moderne, de haute et de faible technologie, d’éléments classiques et contemporains.
Office
Depuis plus de cinquante ans, Vitra développe des meubles de bureau fonctionnels et innovants à l’esthétique convaincante. L’importance du bureau n’a cessé de croître au fil des ans, les espaces de travail conçus intelligemment ayant un rôle déterminant dans le succès et l’identité d’une entreprise. Vitra crée avec ses clients des concepts sur mesure, capables d’associer dans l’espace les exigences croissantes du quotidien – comme l’accélération, les progrès techniques et les évolutions de la société – à la culture propre à l’entreprise concernée.
Public
Depuis qu’elle a commencé, dans les années cinquante, à fabriquer des créations de George Nelson et Charles et Ray Eames, la société se consacre également à l’aménagement d’espaces publics. L’agencement d’aéroports et de gares, d’institutions culturelles et de structures d’enseignement, de cafés, de restaurants ou d’hôtels permet à Vitra de mettre en scène l’effet positif du design.
