Wittmann: Solitärmöbel sind gesellige Individualisten

Ein Solitär bezeichnet ein alleinstehendes Objekt oder Individuum. Ein Solitär ist in der Architektur ein alleinstehendes Bauwerk, in der Zoologie ein einzeln lebendes Wesen. Einen Sessel als Solitär zu bezeichnen, reduziert ihn auf seine individualistische Facette und ignoriert seine sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Ein guter Sessel lässt sich immer zu einer Gruppe dazustellen und macht dabei eine gute Figur, ohne aufdringlich zu werden. Sehr gerne verführt er zu intellektuellen oder lässigen Konversationen. Er nimmt auf Wunsch auch Abstand und wird zu einer Insel im Raum, zum Lesen, Verweilen, Träumen. Der österreichische Meister der frühen Moderne, Josef Hofmann, gestaltete einige der wohl schlichtesten und zugleich elegantesten Sessel. Club 1910 und Kubus, Arche typen des Klubsessels, lassen ihre Besitzer stets würdig und entspannt zugleich aussehen. Die leichteren Sessel, Alleegasse und Salon, treten informeller auf. Allen gemeinsam ist eine erstaunliche Modernität: Die handwerklichen Details und die zeitlose elegante Linienführung machen sie zu Klassikern, perfekten Wohnaccessoires für die Kenner von Tokyo bis New york, Zeugen der Mitgliedschaft in einer erlesenen Geschmacksgemeinschaft. Die Gattung kompakter Einzelsessel scheint von Wittmann und Paolo Piva erfunden worden zu sein. So selbstverständlich fügen sich Aura und seine Ableger geschickt in jede Einrichtungskonstellation ein: Als Paar im grosszügigen Entrée, als Einzelstück im Schlafzimmer, als Gruppe in Ergänzung zur Sofaecke im Wohnbereich. Weil sie so vielfältig einsetzbar und kombinierbar sind, müssen sie die Gratwanderung zwischen Diskretion und Charakter schaffen. Sie ordnen sich bei Bedarf unter, können aber auch mit dem passenden Bezugsmaterial die erste Geige spielen. Mono, Bonnie und Oyster sind die aktuellsten Vertreter dieser Alleskönner, weicher gezeichnet, nicht minder elegant und zeitlos. „Ein Sessel ist eine Maschine zum Sitzen“, so nüchtern beschreibt Architekt Le Corbusier die Aufgabe von Sitzmöbeln. Dichter und Reiseliterat Bruce Chatwin formuliert es poetischer: „Ein Zimmer – jedes Zimmer, egal wo – sollte ein Raum sein, in dem man träumen kann“. Gemäss dieser Interpretationen kann ein Sessel wahlweise eine „Maschine zum Träumen“ oder ein „Werkzeug für Geselligkeit“ sein. In jedem Fall verbindet er auf harmonische Weise Funktion, Form und Gefühl. Ein echter Wittmann lässt die Grenzen von Raum und Zeit verschwimmen, den Sitzenden vergessen, dass er sitzt. Der ausgeklügelte Aufbau der Polsterung, verfeinert durch die Erfahrung von Generationen von Handwerkern in Abstimmung auf die jeweilige Gestaltung, leistet im Hintergrund die perfekte Unterstützung. Für viele Stunden des Wohlbehagens, der vollkommenen Entspannung im Hier und Jetzt.

Sitzmaschine

Design: Josef Hoffmann

Der charakteristische Entwurf aus dem Jahr 1905 ist ein Balanceakt zwischen Funktion und Ornament. Die Sitzmaschine – ein Klassiker der Designgeschichte und ein Meisterstück anspruchsvoller Fertigungstechnik.

Datenblatt:

 

Kubus

Design: Josef Hoffmann

Ein klassisches Beispiel für die streng geometrische Linienführung und das Leitmotiv Quadrat ist der in handwerklicher Perfektion gefertigte Sessel Kubus aus dem Jahr 1910.
Passende Bänke wurden dem Entwurf entsprechend von Wittmann entwickelt.

Datenblatt

Alleegasse

Design: Josef Hoffmann

Im Zuge der Wohnungseinrichtung für Dr. Hugo Koller in der Alleegasse in Wien (heute Argentinierstrasse) entstand um 1912 diese Polstergruppe für das Musikzimmer.

Datenblatt:

Freischwinger Nr.2

Design: Friedrich Kiesler

Der für die Wohnung von Charles und Marguerite Mergentime 1933 geplante, aber nie umgesetzte Stahlrohrfreischwinger, wird nach einer signierten Zeichnung Friedrich Kieslers von den Wittmann Möbelwerkstätten erstmals hergestellt.

Datenblatt:

Party Lounge

Design: Friedrich Kiesler

Die Bezeichnung Party Lounge, von Friedrich Kiesler 1936 auch zum Patent angemeldet, stellt ein programmatisches Versprechen dar – denn dieses Sofa kann bis zu sechs Personen Patz bieten, also auch Ort für eine »Party« sein.

Datenblatt:

Bed Couch

Design: Friedrich Kiesler

Durch die einfache Teilung des Sitz- und Schlafmöbels in eine kurze und lange Rückenlehne ergeben sich zwei Sitzsituationen – bequemes Liegen oder aufrechtes Sitzen. Ausgeführt wurde dieser Entwurf Friedrich Kieslers für die Wohnung Mergentime in New York 1935.

Datenblatt:

Armlöffel

Design: Josef Hoffmann

Josef Hoffmann hat diesen Essstuhl für verschiedene Wohnungen um 1908 variiert. Das Charakteristikum bilden Armteile in Löffelform – also „Armlöffel“.

Datenblatt:

Möbel von Wittmann

 Möbel von Wittmann prägen Wohnräume mit klarer Formensprache und dezenter Linienführung, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Höchste Ansprüche an Qualität und Komfort werden perfekt erfüllt. Langlebigkeit und Zeitlosigkeit sind die Parameter, die Möbel von Wittmann ausmachen – und damit jedem Raum eine besondere Note verleihen.

Download Kataloge

Bruno Wickart AG, Zug – bevorzugter Fachhandelspartner von Wittmann im Raum Zug, Luzern und Zürich

Bruno Wickart AG und Wittmann pflegen eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Bruno Wickart Sortiment beinhaltet mehrere Witmmann-Neuheiten und Bestsellers.  

Autor

Scroll to Top